Startseite Hilfe Inhalt Navigation Kontakt

eine Ebene nach oben wechseln (Impressum)

E - Lichtbogenhandschweißen

Das Lichtbogenhandschweißen (E-Handschweißen EN ISO 4063: Prozess 111) ist eines der ältesten elektrischen Schweißverfahren für metallische Werkstoffe, welches heute noch angewandt wird. Nikolai Gawrilowitsch Slawjanow ersetzte 1891 die bis dahin zum Lichtbogenschweißen üblichen Kohleelektroden durch einen Metallstab, der gleichzeitig Lichtbogenträger und Schweißzusatz war. Da die ersten Stabelektroden nicht umhüllt waren, war die Schweißstelle nicht vor Oxidation geschützt. Deshalb waren diese Elektroden schwierig zu verschweißen.

Ein elektrischer Lichtbogen zwischen einer als Zusatzwerkstoff abschmelzenden Elektrode und dem Werkstück wird als Wärmequelle zum Schweißen genutzt. Durch die hohe Temperatur des Lichtbogens wird der Werkstoff an der Schweißstelle aufgeschmolzen. Als Schweißstromquellen dienen Schweißtransformatoren (Streufeldtransformatoren) mit oder ohne Schweißgleichrichter, Schweißumformer oder Schweißinverter. Je nach Anwendung und Elektrodentyp, kann mit Gleichstrom oder Wechselstrom geschweißt werden.

Umhüllte Stabelektroden gemäß DIN EN 499 entwickeln beim Abschmelzen Gase und Schweißschlacken. Die Gase aus der Umhüllung stabilisieren den Lichtbogen und schirmen das Schweißbad vor der Oxidation durch den Luftsauerstoff ab. Die Schweißschlacke hat eine geringere Dichte als die Schmelze, wird auf die Schweißnaht geschwemmt und sorgt für zusätzlichen Schutz der Schweißnaht vor Oxidation. Ein weiterer erwünschter Effekt der Schweißschlacke ist die Verringerung der Schweißschrumpfspannungen durch die langsamere Abkühlung, da dem Bauteil mehr Zeit bleibt die plastische Verformung rückzuentwickeln.

Durch den Elektronenbeschuss heizt sich die Anode (Pluspol) stärker auf. Bei den meisten Schweißverfahren betreibt man verzehrende Elektroden als Anoden, das Werkstück also als Kathode (Minuspol). Bei umhüllten Stabelektroden hängt die Polarität von der Elektrodenumhüllung ab. Besteht die Umhüllung aus schlecht ionisierbaren Bestandteilen, wie dies bei basischen Elektroden der Fall ist, wird die Elektrode am heißeren Pluspol geschweißt, anderenfalls wegen der geringeren Strombelastung, am Minuspol.

Hauptanwendungsbereich des Lichtbogenhandschweißens ist der Stahl- und Rohrleitungsbau. Elektrodenschweißungen werden wegen der deutlich geringeren Schweißgeschwindigkeiten bevorzugt im Montagebereich angewendet, da der maschinelle Aufwand im Vergleich zu anderen Verfahren verhältnismäßig gering ist. Eine Elektrodenschweißung kann auch unter ungünstigen Witterungsverhältnissen, wie beispielsweise Wind und Regen noch fehlerfrei durchgeführt werden, was gerade auch bei Aussenarbeiten von Bedeutung ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Schweißung -im Unterschied zu anderen Verfahren- auch dann häufig noch mängelfrei durchgeführt werden kann, wenn die Schweißfuge nicht vollständig metallisch blank ist.

 

Folgende Module des Lichtbogenhandschweißens bietet die Firma Techno-Metall Michalk GmbH im Rahmen Ihres Ausbildungsprogramms an:

Stahl

Bezeichnung der Ausbildungsstufe

Dauer (Tage)

E1 - Lichtbogenhandschweißen Stahl - Kehlnahtschweißer - Grundstufe

12

E2 - Lichtbogenhandschweißen Stahl - Kehlnahtschweißer - Aufbaustufe

10

E3 - Lichtbogenhandschweißen Stahl - Blechschweißer - Grundstufe

10

E4 - Lichtbogenhandschweißen Stahl - Blechschweißer - Aufbaustufe

12

E5 - Lichtbogenhandschweißen Stahl - Rohrschweißer - Grundstufe

18

E6 - Lichtbogenhandschweißen Stahl - Rohrschweißer - Aufbaustufe

13

 

CrNi-Stahl

Bezeichnung der Ausbildungsstufe

Dauer (Tage)

E CrNi 1 - Lichtbogenhandschweißen - Kehlnahtschweißer - Grundstufe

12

E CrNi 2 - Lichtbogenhandschweißen - Kehlnahtschweißer - Aufbaustufe

10

E CrNi 3 - Lichtbogenhandschweißen - Blechschweißer - Grundstufe

10

E CrNi 4 - Lichtbogenhandschweißen - Blechschweißer - Aufbaustufe

12

E CrNi 5 - Lichtbogenhandschweißen - Rohrschweißer - Grundstufe

18

E CrNi 6 - Lichtbogenhandschweißen - Rohrschweißer - Aufbaustufe

13